Pressespiegel

* mit freundlicher Genehmigung der Redaktionen der AZ/AN und SuperSonntag

Stolberger Nachrichten - 06.03.2018
Stolberger Nachrichten - 09. Februar 2018
Stolberger Nachrichten - 09. Februar 2018
Stolberger Nachrichten - 05. Februar 2018
Stolberger Nachrichten - 19.12.2017
Stolberger Nachrichten - 19. Dezember 2017
Stolberger Nachrichten - 11. Dezember 2017
Stolberger Nachrichten - 6. Dezember 2017
Stolberger Nachrichten - 29. November 2017
Stolberger Nachrichten - 27. November 2017

Stolberger Nachrichten - 23. November 2017

Stolberger Nachrichten - 23. November 2017
Stolberger Nachrichten - 15. November 2017
Stolberger Nachrichten - 14. November 2017
Stolberger Nachrichten - 11. November 2017
Stolberger Nachrichten - 24. Oktober 2017
und hier nochmal zum Downloaden (wegen der Dimension der Veränderung und der großen "Tragik", dass manchmal Gutes für Gutes weichen muss)
2017-10-24 Alte Ba?ume weichen neuer Ges[...]
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Stolberger Nachrichten - 21. Oktober 2017

Schnell: Die Neue Gesamtschule Stolberg richtete jüngst ihren schon zu Sekundarschulzeiten traditionellen Läufertag aus und machte sich auf den Weg in den Eschweiler Stadtwald, um dort eine Vier-Kilometer-Runde laufend oder gehend – je nach Leistungsvermögen – zu absolvieren auf dem von Achim Kochs markierten Rundkurs. Beim Zieleinlauf stoppten die jeweiligen Klassenlehrer die Zeiten und mussten oft besonders schnell reagieren, da oft ganze Laufpulks gleichzeitig eintrafen. Es kamen beachtliche Ergebnisse zustande. Während der schnellste Schüler, Aaron Bastamy Klasse 8 b, die Strecke in 17:25 Minuten bewältigte, benötigte die schnellste Schülerin, Kimberly Schüttig Klasse 5 b, gerade mal 4 Minuten und 20 Sekunden mehr.

 

Besonders hervorzuheben ist wohl auch die Leistung des schnellsten Fünftklässlers: Gianbiagio Greco Klasse 5a benötigte nur 18:24 Minuten für die gesamte Runde und war damit schneller als fast alle seiner älteren Mitschüler.

 

Schnellste Jungen jahrgangsübergreifend:

1. Aaron Bastamy (8b /17:25), 2. Imad al Habaui und Iskar Nauss (beide 7c / 18:18), 3. Gianbiagio Greco (5a/18:24).

 

Schnellste Mädchen jahrgangsübergreifend:

1. Kimberly Schüttig (5b /21:45), 2. Carina Fuchs (8a /22:40), 3. Beyza Yilmaz (6a /25:07).

Stolberger Nachrichten - 8. Oktober 2017
Stolberger Nachrichten - 24. September 2017

KSN informiert

Die aktuelle Ausgabe der "KogelStreetNews" zur Projekt-Woche (ProWo)
ProWo.pdf
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Stolberger Nachrichten - 30. August 2017

Stolberger Zeitung - 14. Februar 2017

Die Anmeldefrist für die Schule ist noch bis zum kommenden Freitag, 17. Februar, verlängert worden. Foto: Sarah-Lena Gombert

Neue Gesamtschule knackt die 100-Schüler-Marke:

Anmeldefrist verlängert

Von: slg 
Letzte Aktualisierung: 14. Februar 2017, 10:25 Uhr

Die Anmeldefrist für die Schule ist noch bis zum kommenden Freitag, 17. Februar, verlängert worden. Foto: Sarah-Lena Gombert
STOLBERG. Mehr als 100 Stolberger Schüler haben sich an der neuen Gesamtschule Stolberg Breslauer Straße/Mausbach angemeldet. Das hat das Stolberger Schulamt auf Anfrage unserer Zeitung mitgeteilt. Damit sind alle Vorgaben erfüllt, damit die neue Schule im kommenden Schuljahr ihren Betrieb aufnehmen kann.

Die Anmeldefrist für die Schule ist noch bis zum kommenden Freitag, 17. Februar, verlängert worden. „Denn es gibt noch einige freie Plätze an der Schule“, wie Petra Jansen, Leiterin des Stolberger Schulamts, berichtet. Die Schule ist für den fünfzügigen Betrieb zugelassen, nach aktuellem Anmeldestand würde es im kommenden Jahr aber nur vier fünfte Klassen geben.

Anmeldungen an der Neue Gesamtschule Stolberg, Breslauer Straße 1,  sind montags bis freitags von 9 bis 13 Uhr möglich, außerdem telefonisch unter 02402/9975610.

An der bereits bestehenden Stolberger Gesamtschule, Sperberweg, hatten sich für das kommende Schuljahr insgesamt 192 Kinder angemeldet. Weil maximal 135 Schüler angenommen werden können, musste die Schule 57 Ablehnungen aussprechen.

In der kommenden Woche beginnt die Anmeldephase an den beiden Stolberger Gymnasien, dem Goethe-Gymnasium und dem Ritzefeld-Gymnasium.

Stolberger Zeitung - 10. Dezember 2016

10.12.2016

Individuelle Förderung ist sein großes Anliegen

Jörg Klein, Schulleiter der neuen Stolberger Gesamtschule, spricht im Wochenend-Interview über die Aufgaben, die auf ihn und sein Kollegium zukommen

 
 
 
 
 

 

Stolberg. Noch existiert sie erst auf dem Papier, doch das Team der neuen Gesamtschule Stolberg steht bereits in den Startlöchern. Am heutigen Samstag können sich Familien von 10 bis 14 Uhr am Standort Kogelshäuserstraße über die Schule informieren. Und am Montag, 12. Dezember, gibt es einen Elterninformationsabend in der Kugel, Breslauer Straße 1. Redakteurin Sarah-Lena Gombert sprach mit Schulleiter Jörg Klein über Chancen und Herausforderungen der neuen Einrichtung. 

Die ersten Informationsabende für die Gesamtschule sind schon gelaufen. Welche Fragen haben die Stolberger Eltern an Sie? 

Klein: Wir werden zum Beispiel gefragt, wie unser pädagogisches Konzept aussieht, oder wie ihr Kind bei uns gefördert wird, und was wir bieten können. Natürlich fragt man uns auch nach möglichen Schulabschlüssen und wir die Voraussetzungen dafür gestalten.

Was antworten Sie darauf? 

Klein: Wir fangen zwar als neue Schule an, mit sehr viel Impetus. Wir können aber in unserer Arbeit als Gesamtschule auf bewährte Konzepte zurückgreifen, die wir in den vergangenen Jahren als Sekundarschule schon erarbeiten und erproben konnten. Das sind vor allen Dingen unsere Förder- und Forderkonzepte, also sowohl Stärkenförderung als auch Schwächenkompensation. Denn wir sind davon überzeugt, dass die Kinder nicht nur als Auszubildende zu uns kommen, sondern als Menschen, die begleitend erzogen werden. Gleichzeitig wollen wir den Eltern auch mitteilen, welche Rolle wir ihnen zuerkennen würden: als unsere Partner. Das heißt, dass wir im engen Austausch mit ihnen ihre Kinder bis zu dem für sie bestmöglichen Abschluss begleiten wollen. 

Wie wird sich aus Ihrer Sicht der Schulalltag ändern? 

Klein: Es werden neue Herausforderungen auf uns zukommen, weil wir nun noch gezielter auf das Abitur im eigenen Hause vorbereiten werden. Gleichzeitig dürfen wir nicht aus dem Blick verlieren, dass es viele Kinder gibt, die in die Berufsausbildung überwechseln wollen. Das heißt, dass wir passgenaue Angebote für die einzelnen Kinder entwickeln müssen und wollen. Es wird sicherlich auch eine Herausforderung sein, beide Standorte so miteinander zu verweben, dass es eine Schule bleibt. Der Vorteil von zwei Standorten ist aber, dass es dann jeweils kleine, überschaubare Systeme für die Kinder bleiben, in denen die altersspezifischen pädagogischen Schwerpunkte noch besser fokussiert werden können. 

Haben Sie selbst denn auch schon Gesamtschulerfahrung? 

Klein: Auch wenn es vielleicht schwer zu vermitteln ist, aber im Grunde ist ja eine Sekundarschule bereits eine Gesamtschule und Helge Pipoh von der bestehenden Gesamtschule und ich haben denselben Chef in Köln. Bis zum Ende der 10. Klasse unterrichten beide Schulformen nach denselben Lehrplänen. Was sich allerdings in Zukunft ändern wird, ist die Vorbereitung unserer Schülerinnen und Schüler auf das Abitur in der eigenen Schule. Das war bisher eben anders. 

Wird das Kollegium aus den Lehrern der Sekundarschule und denen der Realschule bestehen? 

Klein: Unser Kollegium wird in der neuen Schule aufgehen. Wenn die Kolleginnen und Kollegen von der Realschule Mausbach an der Gesamtschule arbeiten wollen, müssen sie einen Versetzungsantrag stellen, da diese Schule rechtlich einem anderen Kapitel zugeordnet ist. Konkretere Gespräche werden aber erst dann stattfinden können, wenn die Gesamtschule besteht. 

Wann können die Eltern ihre Kinder bei Ihnen anmelden? 

Klein: Anmeldewoche ist immer nach den Halbjahreszeugnissen. Und wir sind gemeinsam mit der bereits bestehenden Gesamtschule im vorgezogenen Anmeldeverfahren. Dabei können die Eltern natürlich entscheiden, ob sie ihr Kind an der bereits bestehenden, oder eben an der neuen Gesamtschule anmelden möchten. Wichtig ist mir in dem Zusammenhang, dass es keine Hierarchisierung gibt: Es sind zwei völlig gleichwertige pädagogische Angebote, die sicherlich ihre eigenen Profile entwickeln. 

Haben Sie für die Profilbildung schon konkrete Vorstellungen? 

Klein: Klar, die haben wir. Wir wollen und werden „Eine Schule für alle sein“. Die Schülerschaft an einer Gesamtschule ist sehr heterogen. Darum brauchen wir ausgefeilte Konzepte zur individuellen Förderung. Dabei wollen wir auch die Eltern einbinden, um für die Kinder das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Eine weitere Stärke unserer Schule ist sicherlich auch das Soziale Lernen. Wir haben eben anerkannt, dass unsere Schüler nicht nur ausgebildet werden müssen, sondern auch in ihrer menschlichen Entwicklung begleitet werden wollen. 

Das Abitur an der Gesamtschule wird ja, anders als am Gymnasium, 13 Schuljahre umfassen. Wann ist welche Variante die richtige? 

Klein: Genau, das Abitur erlangen die Kinder an unserer Schule in neun Jahren. Und welcher Weg zum Abitur der richtige für ihr Kind ist, das müssen die Eltern für sich entscheiden. Die Frage ist: Ist mein Kind eines, das, wie die bisherige Schullaufbahn zeigte, den Weg zum Abitur in 8 Jahren sicher gehen und den damit verbundenen Erwartungen aushalten wird? Dann kann das Gymnasium die richtige Option sein. Wenn es aber anders ist, dann wäre vielleicht die Gesamtschule die bessere Option. Durchhänger kann es schließlich immer mal geben, ohne dass ein Kind gleich die Schule verlassen muss. Gerade während der Pubertät ist das ganz normal. Es kann auch familiäre Schicksalsschläge geben, die einen zurückwerfen. Hier hat das System des gemeinsamen Lernens ganz andere Möglichkeiten, Kinder aufzufangen, Bildungskarrieren zu steuern und Alternativen zu bieten. 

Die Schullandschaft hat sich ja in den vergangenen Jahren sehr verändert. Können Sie Eltern verstehen, die den Durchblick verlieren? 

Klein: Ich kann Eltern grundsätzlich verstehen, die von den vielen Änderungen im System ein wenig verunsichert sind. Allerdings ist die Stadt Stolberg einen Weg gegangen, der zum einen der ihre war und es ihnen andererseits relativ einfach macht. Hier habe ich jetzt wie gewünscht die Wahl zwischen einer Schulform des längeren gemeinsamen Lernens und dem Gymnasium. Das ist ja keine Entscheidung, die die Stadt aus dem hohlen Bauch heraus getroffen hat, sondern weil es der abgefragte und erklärte Elternwille war. Hier orientiert sich Bildungspolitik (ganz) nah an den Wünschen und Bedürfnissen der Eltern.

Was entgegnen Sie den Leuten, die der Meinung sind, dass man das alte, dreigliedrige Schulsystem hätte beibehalten sollen? 

Klein: Denen würde ich entgegnen, dass wir in einer Demokratie leben, und dass sich gerade in Stolberg die Mehrheit für diese Pläne ausgesprochen hat, die von der Stadt jetzt umgesetzt werden. Ich bin außerdem der Meinung, dass das Schulkonzept in Stolberg pädagogisch sehr gut verantwortbar ist, und dass wir jedem Kind die Möglichkeit bieten, sich optimal zu entwickeln. 

Gibt es einen realistischen Durchschnitt, wie viele Kinder einer Gesamtschule das Abitur schaffen? 

Klein: Wenn man ehrlich ist, gibt es den nicht. Dafür sind die Kinder zu unterschiedlich. Darum haben wir uns auch als Ziel gesetzt, jedes Kind zum jeweils bestmöglichen Abschluss zu führen. Das kann der Hauptschulabschluss sein, das kann das Abitur sein, oder alles dazwischen. Es geht also auch nicht um eine möglichst hohe Durchlaufquote. Es gibt für jeden Schüler gewisse Grenzen, in denen man sich bewegt. Und unsere Aufgabe ist es eben, jedem Kind all seine individuellen Möglichkeiten zu erschließen. Ob es dann eine Abitur-Quote von 30 oder 50 Prozent eines Jahrgangs geben wird, das wird sich zeigen. Das hat auch stark damit zu tun, wie die Elternhäuser mitspielen. 

Wie gehen Sie damit um, wenn es mal einen Jahrgang gibt, in dem sich vielleicht zu wenige Kinder für eine Oberstufe zusammenfinden? 

Klein: Es zeigt sich auch schon an anderen Schulstandorten der Städteregion: Wenn an einer Schule nicht genügend Kinder für einen eigenen Kurs vorhanden sind, dann wird mit einer anderen Schule kooperiert. So kann man eine hinreichend Breite an Kursen für die Schüler anbieten. 

Dadurch, dass die Kinder an einer Gesamtschule viel unterschiedlicher sind als an einem Gymnasium, steht ihr Kollegium sicherlich vor anderen Herausforderungen... 

Klein: Zunächst einmal bringt das „längere gemeinsame Lernen“ mit seinem Zusammenwirken der unterschiedlichen Begabungen sowohl für die individuellen Entwicklungen unserer Schüler, wie auch für die Lernprozesse als solche unbestreitbare Vorteile mit sich. Aber klar, die große Heterogenität stellt uns vor die Kernaufgabe der individuellen Förderung. Um ihr gerecht zu werden wollen und werden wir im Regelunterricht wie in den Übungs- und Vertiefungszeiten alle Niveaus bedienen. Hierbei entlasten wir uns aber auch gegenseitig über das parallele Arbeiten in den Jahrgangsstufen und schaffen dadurch gleichzeitig ein hohes Maß an Transparenz. Grundsätzlich muss ich mich als Lehrer aber darauf auch einlassen wollen. Ich muss sagen: Es ist mein Ding, mit Schülern zu arbeiten, die ich auch menschlich auf den richtigen Weg bringen möchte. Ich bin als Lehrkraft an einer Gesamtschule mehr als nur derjenige, der (bloß) Fachinhalte vermittelt. Und ich als Schulleiter habe das große Glück, ein Kollegium zu haben, das sich dieser Aufgabe mit Begeisterung stellt.

10.12.2016

FRAGEBOGEN

 
 
 
 
 

Welchen Prominenten würden Sie gerne kennenlernen?

Richard von Weizsäcker. 

Was macht Sie wütend?

Ich ärgere mich über unsinnige Regeln, die den Menschen aus dem Blick verlieren.

Welches Buch lesen Sie gerade? 

Daniel Kehlmanns „Ruhm“.

Welches ist Ihre Lieblingsmusik?

Rock. 

Was ist Ihr wichtigster Charakterzug? 

Meine Offenheit. 

Welche ist Ihre bevorzugte Internetseite?

www.alemannia-aachen.de

Was ist Ihr größter Erfolg

Meine Kinder sind mein größter Erfolg.

Welchen Sport treiben Sie?

Badminton

Wo verbringen Sie Ihren Urlaub?

Ich verreise ins europäische Ausland.

Welches ist Ihr Lieblingsgericht? 

Gyros komplett. 

Wovor haben Sie Angst? 

Ich habe Angst davor, dass Menschen oder Dinge, die mir besonders wichtig sind, in Gefahr geraten. 

Wie würden Sie die Stolberger charakterisieren

Die Stolberger sind offen und bodenständig.

Stolberger Zeitung - 09. Dezember 2016

09.12.2016

Mausbachs Kinder bald unter einem Dach?

Stolberger Stadtverwaltung überprüft Umsiedlung der Ganztagsbetreuung vom Bürgerhaus ins benachbarte Grundschulgebäude

Von Sarah-Lena Gombert
 
 
 
 
 
 
 

 

Stolberg. Wie geht es weiter mit dem Schulzentrum in Mausbach? Auf dem Gelände zwischen der Straße Im Hahn und dem Rektor-Soldierer-Weg soll in den kommenden Jahren nach Plänen der Stolberger Stadtverwaltung ein Teil der neuen Gesamtschule entstehen. Die Realschule Mausbach soll in diesem Zuge aufgelöst werden, und in der benachbarten Grundschule soll es pro Jahrgang nur noch eine Klasse geben. Damit sind die Eltern der Grundschulkinder soweit einverstanden – nicht aber mit dem Vorhaben der Stadt, Teile des Grundschulgebäudes abzutrennen und als Räume für die Gesamtschule zur Verfügung zu stellen. Stattdessen kämpfen sie dafür, eben diese Räume für die Ganztagsbetreuung der Kinder zur Verfügung gestellt zu bekommen, die derzeit im Bürgerhaus stattfindet. Jetzt hat der zuständige Erste Beigeordnete der Stadt, Robert Voigtsberger, signalisiert, dass die Stadt sich auf die Mausbacher Eltern zubewegt. 

„Wir haben absolut kein Problem damit, dass die Gesamtschule teilweise in Mausbach sein wird. Aber wir sind von dem Konzept, das eine Teilung unseres Grundschulgebäudes vorsieht, nicht überzeugt“, betont Anja Jansen. Sie ist Vorsitzende des Elternbeirats der Mausbacher Grundschule. 

Gemeinsam genutzte Räume?

Einerseits würden die Möglichkeiten der Grundschule durch die Wegnahme von Räumen eingeschränkt, argumentiert die Elternvertreterin. „Da die Schule einzügig ist, gibt es in der Regel recht große Klassen“, sagt Anja Jansen. Darum sei es sinnvoll, dass die Lehrerinnen – je nach Bedarf – die Klasse in unterschiedliche Lerngruppen aufteilen. „Das ist mit weniger Räumen natürlich schwierig zu bewerkstelligen.“ 

Hinzu kommt, dass sich viele Mausbacher Eltern eine räumliche Veränderung der Ganztagsbetreuung „Happy Kids“ wünschen: Diese ist aktuell vor allem im Bürgerhaus untergebracht, das auf der gegenüberliegenden Straßenseite von Im Hahn steht. „Zeitgemäß wäre eine Ganztagsbetreuung direkt auf unserem Schulgelände“, sagt Anja Jansen. 

Auch die bauliche Substanz des Bürgerhaus-Obergeschosses – hier sind die Kinder nachmittags – lasse zu wünschen übrig. Verbesserungen des Ganztagsbetriebs, so finden die Eltern, hätten in ein ganzheitliches Konzept für den Schulstandort Mausbach aufgenommen werden müssen. 

Wie die Grundschulräume von der Gesamtschule genutzt werden, steht noch nicht abschließend fest. „Doch zur Zeit sieht es so aus, dass die Einrichtung von Fachräumen im Grundschulgebäude von allen Beteiligen favorisiert wird“, erklärt Robert Voigtsberger. Dadurch würden auch „sehr positive Synergien“ für den Grundschulbetrieb möglich, beispielsweise durch eine gemeinsame Nutzung von Musik- oder Kunsträumen. 

Während der Sitzung des Schulausschusses am Mittwochabend betonte Voigtsberger außerdem, dass derzeit geschaut werde, ob der Betrieb des Offenen Ganztags nicht doch noch ins Grundschulgebäude aufgenommen werden könne. „Wir überprüfen gemeinsam mit der Schulleiterin und dem Trägerverein der OGS, ob die Betreuung durch die Einrichtung multifunktionaler Räume in die Grundschule verlegt werden kann.“ Infrage kämen etwa die Bücherei, der jetzige Musikraum und der Computerraum der Grundschule. Dabei spielten jedoch auch Dinge wie der Brandschutz und andere bauliche Vorgaben eine Rolle, so Voigtsberger. Klappt das alles nicht, will die Stadt das Bürgerhaus in den nächsten Sommerferien weiter sanieren: Die Rede ist von einem neuen Fußboden und vom frischen Verputzen der Wände. Kleine Reparaturen seien durch das Hochbauamt bereits jetzt erledigt worden, erklärt Robert Voigtsberger. 

Was genau ist in Mausbach vorgesehen? Die Stadt plant, am Standort insgesamt 5,6 Millionen Euro in den Aufbau der Gesamtschulgebäude zu investieren. Der Löwenanteil von 5,5 Millionen Euro fließt dabei in die Instandsetzung der Realschulbauten. Hier sollen die Klassen fünf bis sieben unterrichtet werden, die weiteren Jahrgänge an der jetzigen Sekundarschule Kogelshäuserstraße. 

Doch auch in der Mausbacher Grundschule sollen noch 100 000 Euro verbaut werden. Konkret soll unter anderem ein eigener Eingang für die Gesamtschüler eingebaut werden, außerdem entstehen neue Sanitäranlagen. In den Augen der Grundschuleltern sind diese Bauvorhaben ein Ärgernis: „Wir haben gerade erst eine lange Bauphase hinter uns“, sagt Anja Jansen. 

Baubeginn ist im Sommer 2018, 2019 sollen die ersten Gesamtschüler in Mausbach eingeschult werden. Das sind allerdings noch keine ganz fixen Termine: „Eine konkrete Zeitablaufplanung kann erst erstellt werden, wenn das europaweite Ausschreibungsverfahren abgeschlossen ist“, erklärt Bürgermeister Tim Grüttemeier. Die Bauarbeit en an der Grundschule seien jedoch nicht so umfangreich, als dass man mit einer längeren Bauzeit rechnen müsse. 

Die Stadtverwaltung hat stets betont, dass durch den Umbau der Real- zur Gesamtschule der Schulstandort Mausbach gestärkt werde, auch die Grundschule. „Aktuell ist die Grundschule Mausbach in ihrem Bestand gefährdet, weil sie nur noch jeweils eine Klasse im ersten bis dritten Schuljahr hat“, hatte Grüttemeier vor einigen Wochen bei einem Bürgerdialog im Dorf gesagt. „Durch unsere Beschlüsse wird der Schulstandort gestärkt und deutlich aufgewertet. Der Fortbestand der Grundschule wird dadurch gesichert“, sagte Grüttemeier weiter. 

Ungeachtet der Umbaupläne haben zumindest für das kommende Schuljahr viele Eltern ihre Kinder an der Mausbacher Grundschule angemeldet. „Wir haben derzeit 33 Anmeldungen vorliegen“, sagt Schulleiterin Meike Groppe.

 

„Zeitgemäß wäre eine Ganztagsbetreuung direkt auf unserem Schulgelände.“

Anja Jansen, Vorsitzende des Elternbeirats der Grundschule

Stolberger Zeitung - 11. November 2016

11.11.2016

Weg frei für zweite Gesamtschule

FDP stimmt nur deshalb mit Nein, weil sie neun statt zehn Eingangsklassen für ausreichend und die Investition für sehr hoch hält. Debatte über historische Vaterschaften und externe Vergaben.

Von Jürgen Lange

 

Stolberg. Und da ist sie wieder, die Diskussion über jungfräuliche Geburten und Vaterschaften. Die Debatte zur Einrichtung einer zweiten Gesamtschule im Stadtrat macht‘s möglich. Jochen Emonds (CDU) versucht noch zu betonen, dass die Ratsfraktionen auf Basis des Elternwillens gemeinsam die Gesamtschule in Stolberg nach vorne bringen wollen. Er präsentiert aber seine Partei auch als einen Vorreiter bei der Einführung dieser Schulform in der Kupferstadt: „Wir haben die erste Elternbefragung beantragt“.

Aber mit dieser Haltung bricht alle anfängliche Zurückhaltung. Bis dahin hat nur Gabi Halili (Linke) angedeutet, dass sich „die CDU wohl schwerer“ tue auf diesem Weg, den die Linke von gangem Herzen mittrage. Und Dina Graetz (Grüne) konnte sich noch sehr gut erinnern, dass die Christdemokraten einst „kein Freund der Gesamtschule“ waren. 

Zwist innerhalb der Koalition

 

Nun hakt Ferdi Gatzweiler (SPD) ein, erinnert an den Wahlkampf 2009, als christdemokratische Plakate nahe der Realschulen und Gymnasien vor einem drohenden Untergang dieser Schulformen warnten. Der frühere Bürgermeister markiert den Zeitpunkt des Gesinnungswandels des heutigen Koalitionspartners gar mit der Anstellung von Jochen Emonds als Gesamtschullehrer, was die helle Empörung der CDU-Fraktion heraufbeschwört. 

Doch zu den eigentlichen Sachfragen gibt‘s eher wenige Wortmeldungen. Während die Einbeziehung der Grundschule Mausbach kaum angesprochen wird, stellt Halili erneut die Behauptung auf, dass das Schulverwaltungsamt besser selbst die Schulentwicklungsplanung hätte übernehmen müssen. Dem widersprechen CDU, SPD und Grüne. Der Blick von außen ermögliche neue Erkenntnisse, so Graetz und Haas, und angesichts der personellen Ausstattung der Verwaltung sei eine externe Vergabe preiswerter und effektiver, erläutert Emonds. 

Ein anders gelagertes Problem hat aber die FDP. Sie ist der Meinung, dass neun statt wie geplant zehn Eingangsklassen an zwei Gesamtschulen ausreichend seien. „Wir tragen die Einrichtung der zweiten Gesamtschule in Mausbach und an der Breslauer Straße ausdrücklich mit“, betont Bernd Engelhardt. Aber an allen vier benötigten Schulgebäuden Bauarbeiten durchzuführen und angesichts des hohen Volumens an Investitionen, sei dies zu viel des Guten – zumal der Schulbetrieb ja auch noch gewährleistet sein müsse. Zumindest am Sperberweg solle auf Bautätigkeiten verzichtet werden. 

Appell für Einstimmigkeit

Während die Liberalen mit dieser Argumentation das Beschlusspaket zur Einführung der zweiten Gesamtschule und Einzügigkeit der Mausbacher Grundschule ablehnen, stimmen sie ebenso ausdrücklich für die Bereitstellung erforderlicher Finanzen zur Planung des Umbaus an der Breslauer Straße.

Zuvor stellt Tim Grüttemeier klar, dass Schulentwicklungsplan und Elternbefragungen genau den Klassenbedarf herausgearbeitet hätten, der jetzt umgesetzt werden soll: 17 Eingangsklasen, sieben davon an Gymnasien und eben zehn an Gesamtschulen. Zudem stünden unabhängig von dieser Frage die Investitionen in die Bausubstanz der ersten Gesamtschule sowieso an, hält der Bürgermeister der FDP entgegen. 

Weder Grüttemeier noch der Appell von Dieter Wolf (SPD), eine „Einstimmigkeit bei dieser schulpolitischen Entscheidung hätte für diese Stadt schon einen sehr hohen Stellenwert“, können die FDP zu einem Umschwenken bewegen. Ihre beiden Ratsmitglieder bleiben in der Ablehnung des Maßnahmenpakets zur Einführung der zweiten Gesamtschule die klare Minderheit. Alle anderen Fraktionen machen den Weg frei für die Investition von mindestens 15,6 Millionen Euro. 

Erste Beratungstermine

„Geld kann nicht besser investiert werden als in Bildung“, wertet Patrick Haas (SPD). „2009 hatten wir noch ein komplett dreigliedriges Schulsystem, 2017 wird es zukunftsträchtig nur noch Gymnasien und Gesamtschulen geben“. Dies entspreche dem Elternwillen, sagt auch Jochen Emonds: „Dies ist ein Meilenstein“. Drei erste Termine zur Beratung von Eltern der 4. Klassen liegen bereits fest, schaut Beigeordneter Robert Voigtsberger nach vorne: Montag, 28. November und 12. Dezember, sowie Mittwoch, 11. Januar; Ort und Zeitpunkt werden noch festgelegt.

Stolberger Zeitung - 03. November 2016

Der Trakt F an der Breslauer Straße soll durch einen Neubau ersetzt werden. Foto: J. Lange
03.11.2016

15,6 Millionen Euro für Gesamtschulen

Rat befindet über Raumplanung. Grundschule Mausbach zwingend einzügig. Freie Klassen werden genutzt, um Anbau zu vermeiden.

Von Jürgen Lange

 

Stolberg. Was sich beim Grundsatzbeschluss im Juli noch so einfach anhörte, stellt sich beim näheren Hinsehen als ganz schön ambitioniertes Projekt in vielerlei Hinsicht dar. Der Umbau der Stolberger Schullandschaft entpuppt sich als finanzieller Kraftakt in einem engen zeitlichen Fenster, das Schüler und Lehrer über Jahre begleiten wird. Ab dem Schuljahr 2022/23 wird sich die Bildungslandschaft der Kupferstadt so präsentieren, wie sie heute geplant wird: mit zwei Gymnasien und zwei Gesamtschulen. „Mit dieser Entwicklung folgen wir dem Elternwillen“, betont Robert Voigtsberger. Der Erste Beigeordnete und Schuldezernent verweist dabei auf die Fortschreibung des Schulentwicklungsplanes und eine Befragung der Eltern der zweiten und dritten Grundschulklassen sowie einer kontinuierlichen schulfachlichen Begleitung durch die Bezirksregierung.

Zwei Übergangsjahre

Am Abend beschäftigte sich der Schulausschuss erstmals mit dem Maßnahmenpaket, das auf der im Sommer beauftragten Raumanalyse basiert. Die insgesamt elf Einzelbeschlüsse soll abschließend der Stadtrat auf seiner Sitzung am 8. November fassen. Dann wird noch viel an Details gefeilt werden müssen, um die zweite Gesamtschule an den Standorten der Realschule Mausbach (Klassen 5 bis 7)und der Sekundarschule an der Breslauer Straße (Klassen 8 bis 13) fünfzügig einzurichten sowie die bestehende Gesamtschule an den Standorten Sperberweg und Walther-Dobbelmann-Straße um einen auf fünf Züge zu erweitern.

 

- Der Zeitplan: Die zweite Gesamtschule beginnt zum Schuljahr 2017/18. In der Regel sollen die 5. bis 7. Klassen in Mausbach, die höheren Jahrgänge in Stolberg beschult werden. Wegen der Umbauarbeiten werden davon abweichend in der Realschule die Jahrgänge 2017/18 und 2018/19 am Standort Stolberg aufgenommen, um dort auch die gesamte Schulkarriere zu absolvieren. Die Sekundarschule wird zum nächsten Schuljahr in eine Gesamtschule umgewandelt. Die Hauptschule Kogelshäuserstraße läuft mit dem Schuljahr 2018/19 aus. Die Realschule Mausbach wird bis Ende des Schuljahres 2021/22 sukzessive auflösend geschlossen. Unabhängig davon läuft die Propst-Grüber-Hauptschule auf der Liester mit dem Schuljahr 2017/18 aus und weicht dann dem Neubau eines Seniorenpflegeheims.

- Die Planung: Angesichts der grob kalkulierten Kosten von rund 5,6 Millionen Euro am Schulzentrum Mausbach, 5,6 Millionen an der Breslauer Straße wird der Schwellenwert überschritten, so dass die weitere Planung europaweit ausgeschrieben werden muss. Frühestens im Mai 2018 kann mit der Umsetzung von Baumaßnahmen begonnen werden. Der erste fünfte Jahrgang soll zum Schuljahr 2019/20 in Mausbach aufgenommen werden. Für die ursprüngliche Erweiterung der Sekundarschule besteht ein Architektenvertrag, der für den Gesamtschulumbau erweitert wird. Die Kosten werden mit 5,65 Millionen Euro plus 1,3 Millionen für die Turnhalle geschätzt. Die Erweiterung am Sperberweg (2,3 Millionen Euro) und Walther-Dobbelmann-Straße (2,2 Millionen Euro) soll zunächst durch das Hochbauamt betreut werden.

- Der Umbau: „Zur Vermeidung eines kostenintensiven Neubaus in Mausbach“, so Voigtsberger weiter, sollen vier bis fünf derzeit ungenutzte Klassenräume der benachbarten Grundschule für die neue Gesamtschule mit genutzt werden. Das hat zur Konsequenz, dass die Mausbacher Grundschule auf Dauer einzügig geführt werden soll. Seit dem Schuljahr 2014 wird dort nur eine Eingangsklasse gebildet, und der Schulentwicklungsplan prognostiziere dies auch für die kommenden Jahre, erklärt Voigtsberger. mit rund 100 000 Euro werden die Kosten für eine räumliche Abtrennung der Gesamtschule in der Grundschule kalkuliert. Die in den 1970er Jahren gebaute Realschule bedarf einer grundlegenden Sanierung, in deren Rahmen auch die derzeit am Pausenhof liegenden Schülertoiletten barrierefrei ins Gebäude integriert werden sollen. In der aus den 1950er Jahren erbauten Haupt- und Sekundarschule soll der Bauteil F, der den größten Sanierungsbedarf aufweise, durch einen Neubau für erforderliche Oberstufenräume ersetzt werden. Wie das bei laufendem Schulbetrieb erfolgen kann, muss noch geplant werden. Die Kosten werden auf 5,565 Millionen Euro geschätzt. Weitere 1,3 Millionen Euro kostet die Sanierung der Turnhalle. Um die bestehende Gesamtschule von vier auf fünf Züge zu erweitern, erhalten beide Gebäude einen Anbau: am Sperberweg (Klassen 5 bis 7) für 2,3 Millionen Euro an der Ecke zum Zeisigweg und an der Walther-Dobbelmann-Straße (8 bis 13) für 2,2 Millionen Euro hinter der Turnhalle. Beide Gesamtschulen sollen nach ihrem Ausbau dieselben Standards vorweisen können.

- Die Finanzierung: In den Umbau der Schullandschaft sollen verteilt über die Jahre 2017 bis 2020 rund 15,6 Millionen Euro (plus 1,3 Millionen Euro Turnhalle Kogelshäuserstraße) fließen. Das sind grob geschätzte Baukosten ohne Einrichtung, so dass bei den folgenden Planungsschritten mit Kostensteigerungen zu rechnen ist. Zur Turnhallen-Sanierung bewilligt ist bereits ein Zuschuss in Höhe von 658 800 Euro aus dem Sonderprogramm „Hilfe im Städtebau zur Integration von Flüchtlingen“. Weitere 5,6 Millionen Euro erhält Stolberg aus dem Programm „Gute Schule 2020“ als zins- und tilgungsfreien Kredit. Erhofft wird eine Förderung aus dem Bundesprogramm zum Ausbau der digitalen Technik. Rund 1,3 Millionen Euro erhält die Stadt jährlich als Schulpauschale vom Land. 

Für 2017 prognostiziert Kämmerer Willi Esser einen Kreditbedarf für unrentierliche Investitionen in Höhe von 7,55 Millionen Euro, wodurch die planmäßige Tilgung um 2,9 Millionen Euro eigentlich verbotenerweise überschritten wird. Da aber gleichzeitig für dieses Jahr bereits genehmigte Investitionen erst im kommenden Jahr kassenwirksam umgesetzt werden, trete eine echte Nettoneuverschuldung nicht ein. Anders sieht Essers Prognose für 2018 eine Nettoneuverschuldung in Höhe von 14,96 Millionen Euro, für 2019 von 3,4 Millionen. Dieses Problem soll mit der Aufstellung des Haushaltes 2018 gelöst werden. 2020 würde laut Prognose der Kreditbedarf für unrentierliche Investitionen wieder um 6,5 Millionen Euro die planmäßige Tilgung unterschreiten, es gebe also wieder Luft. Finanzierung und Umgestaltung der Schullandschaft sind bereits abgestimmt mit der Bezirksregierung.

- Beteiligungsverfahren: Im Rahmen von Klassenkonferenzen hat sich die Sekundarschule mit deutlicher Mehrheit für die Umwandlung in eine Gesamtschule ausgesprochen. 114 Eltern (86,36 %) stimmten dafür, acht dagegen, und zehn enthielten sich. Ein konträres Bild bietet die Realschule Mausbach, wo die Schulkonferenz ebenso deutlich gegen die Auflösung votiert hat: neun Stimmen gegen das Auslaufen bei drei Stimmen dafür. Nicht beteiligt werden musste die Grundschule Mausbach, wo allerdings Elternvertreter gegen eine zwingende Einzügigkeit und Nutzung von Klassen durch die Gesamtschule mobil machen. Die benachbarten Kommunen Aachen, Eschweiler, Würselen, Roetgen Simmerath und Langerwehe stellten den regionalen Konsens zur Umgestaltung der Schullandschaft her; die Städteregion allerdings antwortete nicht fristgerecht.

„Die Umgestaltung ist die große Chance, eine bedarfsgerechte und dem Elternwillen entsprechende Ausrichtung unseres Schulangebotes auf den Weg zu bringen.“

Robert Voigtsberger
Erster Beigeordneter

 

In Mausbach sollen neben der Realschule auch Klassen der Grundschule genutzt werden.
 

Stolberger Zeitung - 09. Juli 2016

Zweite Gesamtschule ist einstimmig auf dem Weg


Grundsatzentscheidung und Auftrag zur genauen Raumanalyse erteilt. Liberale bleiben bei Investitionen und Zügigkeit kritisch . Realschule Mausbach läuft 2021/22 aus. Sekundarschule wird 2017/18 automatisch zu einer Gesamtschule.

 

Von Jürgen Lange


Stolberg. Eine gute Stunde zuvor im vorangegangenen Schulausschuss hatten die Liberalen noch einmal ausgiebig nachgehakt, aber im im Anschluss folgenden Hauptausschuss und Stadtrat ist auch die FDP auf der Linie des einheitlichen schulpolitischen Konsenses in Stolberg: Einstimmig macht das Stadtparlament den Weg frei für die zweite Gesamtschule in der Kupferstadt.

„Es ist der richtige Weg“, betont Patrik Haas (SPD). „Dass wir die Gesamtschule parteiübergreifend auf den Weg bringen, wird Stolberg gut tun“, würdigt denn auch CDU-Sprecher Jochen Emonds. Und gibt damit seiner grünen Kollegin Dina Graetz eine Steilvorlage: „Wir freuen uns, dass die CDU die Wende geschafft hat“, erinnert die Fraktionsvorsitzende, dass die Grünen seit 2004 eine Gesamtschule für Stolberg forderten. „Die Wende“, so kontert Emonds, „hat die CDU schon 2009 geschafft“.

 

Ganz unbefangen von solchen historisch-ideologischen Geplänkel beschäftigte sich Bernd Engelhardt mit zukünftigen Voraussetzungen. „Wir werden genau im Blick haben, ob die räumlichen Ressourcen ausreichen“, geben sich die Liberalen keineswegs als Freunde von kostspieligen Ausbaumaßnahmen zu erkennen.

 

Start in Mausbach?
 

Aber eine genaue Raumanalyse ist auch erst einmal die Aufgabe an die Verwaltung, die die Politik an diesem Tage – neben dem Grundsatzbeschluss zur zweiten, fünfzügigen Gesamtschule und der Erweiterung der bestehenden auf ebenfalls fünf Züge ab dem Schuljahr 2017/18 – beauftragt. Angedacht ist, die Einstiegsklassen in der dann bis zum Schuljahr 2021/22 auslaufenden Realschule Mausbach unterzubringen und die höheren Klassen in der Sekundarschule Kogelshäuserstraße unterzubringen, die bereits mit dem Schuljahr 2017/18 als Gesamtschule firmieren wird. Dies würde für die Oberstufenklassen aufgrund der Nähe zur Liester eine Kooperation vereinfachen wie sie ebenso von Goethe- und Ritzefeld-Gymnasium schon längst praktiziert wird.

 

Beschluss am 27. September
 

Die Ergebnisse der Analyse zu den zukünftigen Raumkonzepten und den erforderlichen Umbauten sollen bereits am 27. September durch Schul-, Hauptausschuss und Stadtrat beschlossen werden. Für die Realschule sind ohnehin zwei Millionen Euro zur energetischen Sanierung eingeplant, für die Sporthalle an der Kogelshäuserstraße liegt eine Förderzusage des Landes über 680 000 Euro zum Umbau in eine Mehrzweckhalle vor. Ausschreibungen und Vergaben sollen auf Basis des Raumkonzeptes angelassen werden.

Gymnasien und Gesamtschulen werden dann zukünftig die beiden einzigen weiterführenden Schulformen in der Kupferstadt sein. Und während Dina Graetz sich die Frage stellt, ob es in drei Jahren überhaupt noch sinnvoll sei, zwei Gymnasien vorzuhalten, sah dies Bernd Engelhardt genau konträr: „Wir werden auch die Zügigkeit der Schulformen genau im Blick behalten“. Die große Koalition hat jedenfalls schon damit geliebäugelt, bei Bedarf eine der beiden Gesamtschulen auf sechs Eingangsklassen aufzustocken...

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